Bindungsorientiertes Schlafenlernen

Bindungsorientiertes Schlafen lernen

Wenn man die Bedürfnise des Kindes im Blick hat, wäre es das Beste, dass Kind würde bei seinen Eltern im Bett schlafen. Viele Eltern fühlen sich aber dadurch gestört. Wenn Sie Ihrem Kind beibringen wollen alleine in seinem Zimmer zu schlafen, sind die gängigen Schlaf-Lern-Programme nicht empfehlenswert. Sie können es dann mit dem Bindungsorientierten Schlafen lernen nach Brisch versuchen (vgl. Brisch 2011, S.100-103). Dabei legen Sie Ihr Kind ins Bett und verlassen den Raum. Sobald Ihr Kind durch weinen signalisiert, dass es Sie braucht, kehren Sie unverzüglich zurück und beruhigen Ihr Kind durch Körperkontakt, eventuell müssen Sie es auch hochnehmen und es solange tragen, bis es sich beruhigt hat. Dann versuchen Sie es noch mal. Es kann sein, dass Sie in den ersten Nächten SEHR oft zu ihrem Kind laufen müssen. Es lernt dabei aber etwas sehr wichtiges: „Ich kann mich auf meine Eltern verlassen und brauche keine Angst zu haben, wenn ich rufe, kommen sie.“

Laut Brisch bestätigt eine Studie, dass Babys deren Mütter gleich auf das Weinsignal reagieren und das Baby trösten, auf lange Sicht besser schlafen. Sie schlafen auch schneller ein als Babys deren Mütter nicht so schnell reagieren.

Falls diese Methode bei Ihrem Kind nicht klappt, ist es vielleicht noch zu früh ihm eine nächtliche Trennung zuzumuten. Geben Sie ihm dann die Nähe, die es für seine Entwicklung braucht.

 

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