Wenn das Kind nicht duchschläft, bekommen Eltern schnell den Rat es doch einfach mal schreien zu lassen.

Der Elternratgeber "Jedes Kind kann schlafen lernen" rät sogar zum systematischen Schreienlassen und empfiehlt Eltern einen Behandlungsplan anhand dessen sie dem Kind das Schreien abgewöhnen sollen. So lerne das Kind alleine ein- und durchzuschlafen.

Diese Methode ist aber definitiv nicht empfehlenswert!

Kinder haben andere Schlafzyklen als Erwachsene. Nächtliches Aufwachen ist für Kinder ganz normal!

Das Kinder auch und gerade nachts die Nähe zu einer Bezugsperson suchen, hat ihnen bis kurzem das Überleben gesichert. Kinder die im Schutze der Eltern schliefen, wurden nicht vom bösen Tiger gefressen. Den bösen Tiger gibt es in unseren Kinderzimmern zwar nicht mehr, das Bedürfniss nach Nähe aber schon.

Kinder haben das Bedürfniss eine sichere Bindung zu einer Bezugsperson aufzubauen. Eine sichere Bindung kann nur entstehen, wenn die Bezugsperson feinfühlig und dem Alter des Kindes angemessen auf seine Bindungsbedürfnisse reagiert. Das Kind schreien zu lassen, kann die Eltern-Kind-Bindung massiv beeinträchtigen. Die Kinder hören zwar tatsächlich irgendwann auf zu schreien, allerdings nicht, weil sie gelernt haben alleine ein- und durchzuschlafen, sondern weil sie resigniert haben. Sie verstehen: Auf ihr Schreien reagiert sowieso niemand.

Diese Resignation ist tragisch, ist schreien doch die einzige Kommunikationsform, die kleinen Kindern zur Verfügung steht!

 

Mehr Argumente gegen das Schreienlassen, Alternativvorschläge, Infomationen, Denkanstöße und Unterhalten finden Sie in "Besucherritze" von Eva Solmaz

 

 

 

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